Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. • European Society of Thin Films

Manfred-von-Ardenne-Preis für Angewandte Physik 2009

Der Manfred-von-Ardenne-Preis wird von der Europäischen Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. (EFDS) an in Europa arbeitende Wissenschaftler (Einzelpersonen) für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Angewandten Physik, insbesondere der Vakuum-, Plasma- und Elektronenstrahlphysik, in Einheit mit dem erfolgreichen Bemühen um deren industrielle Umsetzung vergeben.

Die Auszeichnung orientiert sich am Ideal des Namensgebers, wissenschaftliche Arbeit und deren praktische Umsetzung stets miteinander zu verbinden.

Der Preis besteht aus

  • einem Preisgeld in Höhe von 10.000 €
  • einer Urkunde.

Die Verleihung erfolgt durch gemeinsamen Beschluss von Wissenschaftlichem Beirat und Vorstand der EFDS. Vorschläge sind bis zum 15. September 2009 an die Geschäftsstelle der EFDS einzureichen, einschließlich einer kurzen Begründung und Nennung von bis zu drei Industriefirmen, in denen die Ergebnisse zur Anwendung kommen und die zu dem Vorschlag gutachtlich Stellung nehmen können.

Prof. Dr. Henning Sirringhaus - Preisträger des Jahres 2009

Herr Prof. Sirringhaus

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde am 24.11.2009 in Dresden der Manfred-von-Ardenne-Preis 2009 an Herrn Prof. Dr. Hennig Sirringhaus vom Cavendish Laboratory der University of Cambridge (UK) übergeben. Herr Prof. Dr. Sirringhaus wurde für seine überragenden Leistungen bei der Entwicklung von Si-Dünnfilmtransistoren (TFT) auf Kunststofffolien und die Überführung der Ergebnisse in das Unternehmen Plastic Logic (Cambridge (UK) / Dresden) in Zusammenhang mit der Entwicklung von neuartigen E-ink-Displays für E-Books geehrt. 

Als Sponsoren des Preises danken wir unter anderen den folgenden Unternehmen:

Von Ardenne Anlagentechnik, Dresden, W.C. Heraeus GmbH, Hanau, Hüttinger Elektronik GmbH, Freiburg, Plastic Logic GmbH, Dresden und Roth und Rau AG, Hohenstein-Ernstthal

 

Bilder zur Preisverleihung

Prof. Dr. rer. nat. Karl Leo - Preisträger des Jahres 2006

Herr Leo

Mit Prof. Karl Leo wird einer der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich der organischen Leuchtdioden geehrt. Unter seiner Leitung wurden bahnbrechende technische Grundlagen für effizientere OLED-Strukturen gefunden, die von großer Bedeutung für kommerzielle Anwendungen der OLED-Technologie sind (z.B. für Displays oder Beleuchtungszwecke) und er hat sich schon frühzeitig für deren industrielle Umsetzung eingesetzt, z.B. durch Mitgründung der Firma NovaLED AG, die heute zu den weltweit führenden Technologieunternehmen im OLED-Bereich zählt. Prof. Karl Leo ist eine treibende Kraft bei aktuellen Anstrengungen, die industrielle Herstellung von OLED-Devices in Deutschland zu etablieren.

Als Sponsoren des Preises danken wir unter anderen den folgenden Unternehmen:

CemeCon AG Würselen, HÜTTINGER Elektronik GmbH + Co. KG Freiburg, JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH Jena, Merck KGaA Gernsheim, MKS Instruments Deutschland GmbH, München, NovaLED AG Dresden, VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH Dresden


PD Dr. rer. nat. habil. Axel Schindler - Preisträger des Jahres 2005

Herr Schindler

Preisträger des Manfred-von-Ardenne-Preises 2005 für Angewandte Physik war PD Dr. rer. nat. habil. Axel Schindler vom Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. Leipzig. Er erhielt die Auszeichnung für seine Arbeiten auf dem Gebiet der "Ultrapräzisen Oberflächenbearbeitung" auf der Basis von Ionenstrahlen.

Dies trug zur Entwicklung des so genannten Ion Beam Figuring and Finishing, einer hochpräzisen Endbearbeitung von Hochleistungsoptiken, bei. Die Anwendung dieser Technologie ist eine wesentliche Voraussetzung, um photolithographische Objektive zu schaffen, die eine Auflösung von Strukturen im Nanometerbereich ermöglichen.

Die Preisverleihung erfolgte am 24. November 2005 in Dresden.


Prof. Dr. rer. nat., Dr. h. c. Peter A. Grünberg - Preisträger des Jahres 2004

Herr Grünberg

Der "Manfred-von-Ardenne-Preis für Angewandte Physik 2004" wurde an den Wissenschaftler Prof. Dr. rer. nat., Dr. h. c. Peter A. Grünberg vom Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich für die Entdeckung des Riesen-Magneto-Widerstandes (GMR) in ultradünnen Schichtsystemen und für seine erfolgreichen Bemühungen bei der industriellen Anwendung dieses Effektes verliehen.

Die Entdeckung des GMR-Effektes zählt zweifelsfrei zu einer der bahnbrechendsten Entdeckungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Peter Grünberg hat mit ihr die Voraussetzung geschaffen, der magnetischen Speichertechnologie zu einem dringend benötigten Auftrieb zu verhelfen, der konkurrierende Technologien weit aus dem Feld schlägt. Die industrielle Anwendung des GMR-Effektes machte die physikalische Trennung der Schreib- und Lesefunktion moderner Schreib-/Lese-Köpfe möglich und sinnvoll.

Zahlreiche weitere Anwendungsfelder für den GMR-Effekt wurden gefunden und werden derzeit realisiert. Vor allem im Bereich der direkten und indirekten Sensorik, von der Robotik bis zur Medizintechnik werden interessante Applikationen erwartet.

GMR-Sensoren ermöglichen zudem zerstörungsfreie Werkstoffprüfmethoden durch ihre extreme Sensibilität. Auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik, der Hochfrequenz-Applikationen sowie magnetischer Halbleiterbauelemente sind ebenfalls Entwicklungen im Gange.
Eine Folgeentdeckung des GMR-Effektes war der magnetische Tunnelwiderstand, der sich in Verbindung mit der Silizium-Technologie für schnelle statische Speicher (MRAM) nutzen lässt.


Prof. Dr. Ivan I. Aksenov - Preisträger des Jahres 2003

Herr Aksenov

Am 25. November 2003 wurde in Dresden der Wissenschaftler Prof. Dr. Ivan I. Aksenov vom Charkower Institut für Physik und Technologie (Ukraine) mit dem Manfred-von-Ardenne-Preis für Angewandte Physik 2003 ausgezeichnet.

Prof. Aksenov und sein Laboratorium hatten in den 70er Jahren ein neues Hightech-Verfahren zur Beschichtung von Werkzeugen wie Bohrern, Fräsern, Tiefziehformen usw. mit superharten und verschleißfesten Materialien entwickelt. Durch derartige Beschichtungen verlängert sich die Standzeit der Werkzeuge um ein Vielfaches. Zunächst kam das Verfahren in einem russischen Traktorenwerk zum Einsatz. Nachdem die amerikanische Firma Noble Field Ltd. über die sowjetische Außenhandelsorganisation Licensintorg eine Lizenz und eine erste Beschichtungsanlage vom Typ ?Bulat? gekauft hatte, trat das Verfahren seinen Siegeszug um die ganze Welt an. Heute wird mit einigen 100 Anlagen ein Umsatz von ca. 500 Mio. $ erzielt und jeder, der im Baumarkt schon einmal einen goldfarbenen mit Titannitrid beschichteten Bohrer gekauft hat, ist mit ihm schon in Berührung gekommen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10jährigen Bestehen am 18. November 2002 vergab die EFDS erstmalig den ?Manfred-von-Ardenne-Preis für angewandte Physik".

Der erste Preisträger ist Prof. Dr. Heinz Dimigen, Gründer und langjähriger Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik Braunschweig. Mit dem Preis wurden seine Verdienste um die Entwicklung und breite industrielle Einführung metallhaltiger amorpher Kohlenstoffschichten gewürdigt.


Prof. Dr. Heinz Dimigen - Preisträger des Jahres 2002

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10jährigen Bestehen am 18. November 2002 vergab die EFDS erstmalig den Manfred-von-Ardenne-Preis für angewandte Physik".

Der erste Preisträger ist Prof. Dr. Heinz Dimigen, Gründer und langjähriger Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik Braunschweig. Mit dem Preis wurden seine Verdienste um die Entwicklung und breite industrielle Einführung metallhaltiger amorpher Kohlenstoffschichten gewürdigt.