Seminar: Verbindungshalbleiter für die Photovoltaik - Sind Tandemzellen die Zukunft?

Am 16.05.2017

 

mit Begleitender Industrieausstellung

Mehrkomponentige Halbleiter mit ZnS-, Chalkopyrit- oder Perowskitstruktur haben ein großes Potenzial für die Anwendung in der Photovoltaik, auch wenn ihr Marktanteil  gegenüber kristallinem Silizium in den letzten Jahren eher abgenommen hat. Unzählige Verbesserungsinnovationen führten einerseits zu einer kontinuierlichen Erhöhung der Photoausbeute von c-Si-Zellen und andererseits zu einer Verringerung der Herstellungskosten.

 

Dieser Entwicklung sind jedoch Grenzen gesetzt:

  • Die Photoausbeute reiner Si-Photozellen kann prinzipiell nicht über ca. 30 % hinaus gesteigert werden.
  • Bei sinkenden Zellkosten werden irgendwann die Kosten für Verkapselung, Gestelle und Flächenbedarf der Solarmodule dominierend. Eine weitere Reduktion der Kosten von Photovoltaiksystemen wird daher nur möglich sein wenn die Ausbeute der Solarzellen gesteigert wird, wofür man auch höhere Zellkosten in Kauf nehmen kann.

 

Derartige Überlegungen beflügeln die Phantasie. Verbindungshalbleiter mit großer Bandlücke werden interessant, um sie mit kristallinem Silizium oder mit anderen Solarzellen mit niedriger Energielücke (z. B. Chalkopyrit) zu Tandem- oder Stapelzellen zu kombinieren. Große Hoffnungen setzt man dabei auf metallorganische Verbindungen mit Perowskitstruktur. Das BMBF hat eine Reihe von Projekten in dieser Richtung bewilligt. An diesen Projekten sind bisher jedoch eher Einrichtungen der Grundlagenforschung beteiligt.

 

Aufgabe von EFDS-Seminaren ist der schöpferische Dialog zwischen Vertretern der Grundlagenforschung und der Angewandten Forschung. Das von der Europäischen Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. gemeinsam mit dem Fachverband Halbleiterphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft veranstaltete Seminar wendet sich gleichermaßen an

  • Schicht- und Prozessentwickler aus der Angewandten Forschung, dem Anlagenbau und der Solarzellenfertigung
  • Kristallographen, Chemiker und Physiker aus der Grundlagenforschung.

 

Themen sind beispielsweise:

  • Phasenbildung und Kristallwachstum (Festkörperreaktionen, Reaktionen mit der Dampfphase, Plasmaangeregte Prozesse)
  • Heterogrenzflächen zwischen unterschiedlichen Halbleitern, Bandanpassung
  • Kristalline Defekte
  • Elektrische und optische Eigenschaften.

 

Die EFDS ist als Mitglied der AiF Initiator von Projekten des vom BMWi geförderten Programms "Industrielle Gemeinschaftsforschung" (IGF) und würde es begrüßen, wenn auf dem Workshop geknüpfte Kontakte zu gemeinsamen Vorhaben führten.

 

 

Partner:

 

Teilnahmegebühren:

  • 490,00 EUR Frühbucherpreis bei einer Anmeldung bis zum 16.04.2017, danach 590,00 EUR
  • 195,00 EUR für Studenten (Nachweis erforderlich)
Abendliches Beisammensein im Restaurant "Freiberger Schankhaus" am Neumarkt 8, 01067 Dresden am 15.05.17 ab 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Winterbergstraße 28, 01277 Dresden

 

Hotelempfehlung:

Motel One Dresden am Zwinger

Postplatz 5
01067 Dresden

Buchung nach Verfügbarkeit
Zimmerpreis: 78,50 EUR im EZ (zzgl. Beherbergungssteuer)

Tel: +49 351 438380
dresden-am-zwinger@motel-one.com
www.motel-one.com

 

Hotel & Restaurant An der Rennbahn

Winterbergstraße 96
01237 Dresden

Reservierungscode: EFDS
Abrufende: 24.04.2017
Zimmerpreis: 78,00 EUR im EZ (zzgl. Beherbergungssteuer)

Tel: +49 351 212500
info@hotel-rennbahn.de
www.hotel-rennbahn.de